Jorinde & Joringel

„Joringel stand da wie ein Stein, konnte nicht weinen, nicht reden, nicht Hand noch Fuß regen.“

 

Workshops

 

1. „Junior Balint!“

Eine Anamnese dient dem Erinnern der Krankengeschichte des Patienten. Sie erfordert Verstandes-, Handlungs-, Beziehungs – und Körperwissen. Mit Verstandeswissen meinen wir das Wissen um Symptome, die zur Klärung von Krankheitsbildern führen, mit Handlungswissen das praktische Wissen der Technik der Anamneseerhebung. Anamnesegruppen sind die erste Lernstufe einer patientenzentrierten Medizin.

Auch Beziehungswissen  wie Körperwissen können in einer Anamnesegruppe erfahren werden, tiefer erlebt wird dieses Wissen aber ganz sicher erst in Junior Balint Gruppen, die wir als zweite Lernstufe in der Ausbildung zum Arzt  verstehen. Beziehungswissen reflektiert die Wahrnehmung der eigenen Position zu dem Patienten, Körperwissen beschreibt „all die kleinen Reaktionen auf unser in der Welt Sein“ alle „An-triebe, alle „Ab – gründe“. Der Übergang zwischen den Stufen ist fließend. An einer oder zwei konkreten Student- Patient – Beziehung mag dies in der geplanten Einführung exemplifiziert werden.

Dozent: Professor em. Dr.med. Ernst Richard Petzold, nach Studium der Evangelischen Theologie und Humanmedizin Facharzt für Innere Medizin und Psychotherapeutische Medizin; 1975 – 1990 Leiter der Sektion Klinische Psychosomatik der Med. Uniklinik Heidelberg; 1978 Habilitation, 1990 – 1991 Lehrstuhlvertretung Med. Uniklinik Homburg/Saar; 1991 – 2003 Lehrstuhlinhaber sowie Klinikdirektor für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der RWTH Aachen; 1997 – 2009 erster Vorsitzender der Deutschen Balintgesellschaft; 1999 – 2003 Mitglied der Projektgruppe „Palliativmedizin“ der RWTH Aachen; seit 2004 Supervisor für Tutoren der Tübinger Anamnesegruppen und Ko-leiterder „theologischen Runde“ der evangelischen Studentengemeinde Tübingen. Mitbegründer und Mitherausgeber des Balint Journals.

2. Anamnese

 

3./4. DeafTrain Seminar I & II
„Für ein besseres Miteinander – Sensibilisierungskurs für den Umgang mit gehörlosen und schwerhörigen Menschen“

Das Seminar gibt einen Einblick in die Kultur der gehörlosen und schwerhörigen Menschen. Es erweitert durch den Austausch den eigenen Horizont und soll das Bewusstsein für die besonderen Bedürfnisse dieser Menschen schaffen mit Schwerpunkt in der medizinischen Versorgung. Mit Hilfe von einfachen Gebärden Kontaktängste abbauen und Missverständisse vorbeugen sowie eine Aufklärung über die rechtlichen Ansprüche von Menschen mit einer Hörbehinderung.

Das zweite Seminar richtet sich am Nachmittag ebenfalls an medizinisch Tätige und beinhaltet einen Kurs der Deutschen Gebärdensprache mit medizinischer Ausrichtung. Der Kurs findet bilingual (gl/h) statt, Dolmetscher sind durchgängig anwesend.

Dozentinnen: Forschungsgruppe Gebärdensprache SignGes Lehrstuhl für Deutsche Philologie an der RWTH Aachen, Daniela Raabe-Driesen (hörend), Antoinette Brücher (gehörlos)

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